Projektübersicht

Das Tanztheater „The Other Me“ ist ein Stück zur Aufklärung über die Krankheit Morbus Parkinson. 7 Erkrankte und 8 professionelle Tänzerinnen und Tänzer offenbaren den Zuschauern einen intimen Blick auf ein Krankheitsbild, dessen Hintergründe vielen unbekannt sind.

Kategorie: Gemeinnützig

Stichworte: Kultur, Musik, Bühne, Tanz, Parkinson

Finanzierungszeitraum 26.06.2017 11:28 Uhr - 31.07.2017 00:00 Uhr

Realisierungszeitraum des Projektes: März 2018

Worum geht es in diesem Projekt?

projekt:tanz e.V. ist ein im April 2016 gegründeter gemeinnütziger Verein, der Tanzunterricht für Menschen mit Parkinson anbietet.
Aus den regelmäßig stattfindenden Tanzgruppen ist mit interessierten Tänzerinnen und Tänzern die Company Freeze’n’Flow entstanden. Diese besteht aus aktuell sieben Erkrankten, die gemeinsam tänzerisch arbeiten und trainieren.
Für projekt:bühne möchte Freeze’n’Flow zusammen mit acht jungen und gesunden professionellen Tänzerinnen und Tänzern das Stück „the other me“ auf die Bühne bringen.

Das Tanztheater „the other me“ thematisiert die Krankheit Morbus Parkinson. Durch biografische Arbeit und Improvisation sollen Szenen entstehen, die das Leben eines Betroffenen darstellen, der eines Tages feststellt, dass etwas nicht mehr stimmt. Mit ersten Symptomen begibt er sich auf einen Marathon zu verschiedenen Spezialisten, bis schließlich die Diagnose Parkinson gestellt wird. Darauf folgen wahre Erlebnisse der Tänzerinnen und Tänzer – von der Depression und Auseinandersetzung mit dem medizinischen Krankheitsbild bis hin zu Schwierigkeiten mit den Angehörigen und dem Versuch der Akzeptanz der Krankheit durch verschiedene künstlerische Wege wie Tanz, Malerei und das Schreiben von Texten und Gedichten.

Die jungen und gesunden Tänzerinnen und Tänzer übernehmen im Stück eine besondere Rolle für die Erkrankten. Sie sind Erinnerung, Vergangenheit und Wunsch an ein früheres gesundes Leben. Ebenso Hilfe und Stütze - aber auch Außenstehende und nicht Betroffene, die die Krankheit nicht kennen und nicht verstehen. Sie schlüpfen in viele Rollen und bauen den Erkrankten Hindernisse, helfen ihnen aber auch darüber hinweg.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Das Stück soll den Zuschauern einen intimen Blick auf ein Krankheitsbild schenken, das vielen unbekannt ist. Neben einer rein sachlichen und medizinischen Aufklärung über die Krankheit, die für jeden greifbar und verständlich sein soll, soll eine Gefühlswelt offenbart werden, die die Zuschauer berührt und zum Nachdenken anregt. Die erkrankten Tänzerinnen und Tänzer konfrontieren das Publikum mit alltäglichen Problemen eines an Parkinson erkrankten Menschen – Isolation, Einsamkeit, fortschreitende Symptome, Nebenwirkungen von Medikamenten usw.

Tänzer und Tänzerinnen im Stück sind die Freeze'n'Flow Dance Company bestehend aus 7 Erkrankten und 8 nicht erkrankte professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Freeze'n'Flow ist aus den regulären Tanzgruppen von projekt:tanz e.V. entstanden.

Jeder Interessierte, Betroffene, Angehörige, Tanzbegeisterte ist herzlich dazu eingeladen, sich das Stück anzuschauen und uns auf unserem Weg der Realisierung zu unterstützen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Unser Projekt sollte unterstützt werden, da es wichtig ist, der Krankheit Morbus Parkinson ein Gesicht zu geben. Mit der nötigen Unterstützung ermöglichen wir einen Blick hinter die Kulissen einer Krankheit, der hoffentlich mehr Verständnis und Akzeptanz im Umgang mit Betroffenen ermöglicht und dazu anregt sich nicht nur mit oberflächlichen Informationen zufrieden zu geben, sondern mit dem was wirklich zählt - der individuelle Mensch und sein persönliches Krankheitsbild und der persönliche Umgang damit.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Ein Tanztheater auf die Bühne zu bringen braucht nicht nur eine Bühne und Tänzer, sondern auch Probenzeit, Räumlichkeiten, Kostüme, Schminke, Musik, Requisisten und und und. Das Geld trägt einen Teil dazu bei diese Kosten zu decken.

Wer steht hinter dem Projekt?

projekt:tanz e.V. ist ein im April 2016 gegründeter gemeinnütziger Verein, der Tanzunterricht für Menschen mit Parkinson anbietet. Das junge Team besteht aus Tanzpädagogin, Musiktheaterdarstellern und Ergotherapeuten, die ein Unterrichtskonzept für Betroffene entwickelt haben.
Das Tanzen stellt hier eine nichtmedikamentöse Begleittherapie dar, die nicht nur die Mobilität erhalten und verbessern soll, sondern durch das gemeinsame künstlerische Erlebnis auch eine Verbindung untereinander schafft und Lebensfreude vermittelt.
Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten der Welt. Viele erkranken zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, aber bereits 10% der Betroffenen erkranken unter dem 40. Lebensjahr. Bis 2030 wird mit einer Verdopplung der Patientenzahl in Deutschland gerechnet. Aktuelle Zahlen sprechen von ca. 300.000 Erkrankten.
Zahlreiche durchgeführte Studien belegen einen positiven Nutzen von Sport und körperlicher Aktivität auf die Symptomatik von Morbus Parkinson. Das bedeutet, der Patient kann neben der medikamentösen Behandlung eigenverantwortlich handeln, sich mobilisieren und gegen die Krankheit angehen. Somit übernimmt er eine aktive Rolle in der Therapie.
Wir bieten Tanzunterricht für Menschen mit Parkinson an, da es für viele nicht möglich ist, am Unterricht mit gesunden Tänzern teilzunehmen. Der Unterrichtsablauf muss individuell angepasst sein und auf die verschiedene Symptome der Krankheit Rücksicht nehmen. Die Kombination von Bewegung und Musik ist besonders erfolgreich, denn rhythmische Bewegungen führen nachweislich zu einer Verbesserung der Symptome. Die Ursache hierfür ist noch unbegründet.
Ein nicht-motorisches Symptom der Krankheit ist unter anderem die Depression, die zum einen als Nebenwirkung von Medikamenten auftritt und zum anderen in vielen Fällen auch als Folge der Krankheitsdiagnose ausgelöst wird. projekt:tanz e.V. bietet mit seinem Unterricht nicht nur die Chance, die Mobilität der Betroffenen zu erhalten und wieder aufzubauen, das Tanzen bringt ebenso Lebensfreude und schafft sozialen Kontakt mit anderen Erkrankten.
projekt:tanz e.V. bietet Tanzgymnastik für Menschen mit Parkinson an. Ziel ist es, in Hamburg flächendeckend Workshops für 5€ pro Termin anzubieten. Wer kein Mitglied im Verein ist, zahlt 8€ pro Workshop. So soll sicher gestellt werden, dass es für alle Betroffenen möglich ist teilzunehmen und es nicht an der individuellen finanziellen Situation scheitert.
Der Verein arbeitet ausschließlich gemeinnützig und finanziert sich durch Fördergelder und Spenden.
Ein Bestandteil unserer Arbeit ist die Aufklärung über das Krankheitsbild Morbus Parkinson und die große Bedeutung von alternativen Begleittherapien.